TÜV/HU 2026: Kosten, Intervall & Ablauf
Stand: 05.07.2026.
Was kostet TÜV und HU 2026 konkret?
Rechne für die HU zusammen mit der AU bei einem normalen Pkw grob mit 120 bis 160 Euro. Die genaue Höhe hängt davon ab, welche Prüforganisation du wählst – TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS oder eine ähnliche amtlich anerkannte Stelle – und in welchem Bundesland du bist. Die Preise sind regional teils spürbar unterschiedlich, weil die Gebühren nicht bundesweit einheitlich festgelegt sind. In den genannten 120 bis 160 Euro ist die Abgasuntersuchung in der Regel bereits enthalten, sofern du beides in einem Termin machen lässt. Ein separater AU-Termin oder eine Prüfung außerhalb der üblichen Sammel-Termine kann den Preis nach oben treiben. Frag im Zweifel vorab nach dem Gesamtpreis inklusive AU, damit du am Ende keine böse Überraschung erlebst.
Was ist der Unterschied zwischen TÜV, HU und AU?
„TÜV“ ist umgangssprachlich – gemeint ist fast immer die Hauptuntersuchung (HU), die gesetzlich vorgeschriebene regelmäßige Fahrzeugprüfung. TÜV ist dabei nur eine von mehreren Organisationen, die diese Prüfung durchführen dürfen; DEKRA, GTÜ und KÜS machen genau dieselbe amtliche HU. Du „hast TÜV“ bedeutet also schlicht: Deine Hauptuntersuchung ist gültig. Die AU (Abgasuntersuchung) prüft die Abgaswerte deines Fahrzeugs und ist heute fester Bestandteil der HU. In der Praxis werden HU und AU in einem Termin erledigt und gemeinsam abgerechnet. Wichtig für dich: Egal welche Organisation du wählst, das Ergebnis und die Plakette sind rechtlich gleichwertig – du kannst also nach Preis, Nähe und Wartezeit entscheiden.
Wie oft muss ein Pkw zur HU?
Ein normaler Pkw muss in Deutschland alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Die einzige Ausnahme ist der Neuwagen: Bei einem fabrikneuen Pkw ist die erste HU erst nach drei Jahren fällig, danach geht es im Zwei-Jahres-Rhythmus weiter. Das heißt konkret: Kaufst du einen Neuwagen, hast du drei Jahre Ruhe, dann alle zwei Jahre einen Termin. Bei einem Gebrauchtwagen richtet sich die Fälligkeit immer nach der Plakette und nicht nach dem Kaufdatum – der Zwei-Jahres-Takt läuft unabhängig davon weiter, wer das Auto besitzt. Für andere Fahrzeugarten wie manche Anhänger, Wohnmobile oder gewerblich genutzte Fahrzeuge können abweichende Intervalle gelten. Für den klassischen privaten Pkw gilt aber schlicht: nach drei Jahren zum ersten Mal, danach alle zwei Jahre.
Wie erkenne ich, wann meine HU fällig ist?
Der einfachste Blick geht auf die Prüfplakette an deinem hinteren Kennzeichen. Die farbige Plakette zeigt dir mit Farbe und Zahl das Jahr und den Monat der nächsten Fälligkeit an. Die große Zahl in der Mitte steht für das Jahr, und die Zahl, die oben (auf zwölf Uhr) steht, markiert den Fälligkeitsmonat – die Plakette ist wie eine Uhr aufgebaut. Zusätzlich findest du den genauen Termin in deinem letzten HU-Bericht und meist auch als Eintrag in den Fahrzeugpapieren beziehungsweise auf einem Aufkleber im Türrahmen oder Serviceheft. Verlass dich am besten nicht nur auf dein Gedächtnis: Notiere dir den Monat, denn eine Überziehung kann teuer werden. Ein Blick auf die Plakette dauert nur Sekunden und erspart dir Bußgeld und eine teurere Prüfung.
Was passiert, wenn ich die HU überziehe?
Wenn du den Termin verstreichen lässt, wird es ab einer gewissen Grenze teuer. Ab einer Überziehung von mehr als zwei Monaten fällt eine erweiterte, also aufwändigere und teurere Hauptuntersuchung an, weil der Prüfer den Zustand intensiver dokumentieren muss. Dazu kommt ein gestaffeltes Verwarnungs- beziehungsweise Bußgeld: Ab rund zwei Monaten Überziehung zahlst du etwa 15 Euro, bei größerer Überschreitung (etwa ab vier oder acht Monaten) steigt der Betrag an. Ab acht Monaten Überziehung werden es rund 60 Euro plus ein Punkt in Flensburg. Es lohnt sich also doppelt, den Termin einzuhalten: Du sparst die teurere erweiterte HU und vermeidest Bußgeld und Punkt. Plane deinen Termin lieber ein paar Wochen vor Fälligkeit ein, dann bist du auf der sicheren Seite.
Bekomme ich eine neue Plakette – und wo klebt sie?
Ja: Besteht dein Fahrzeug die Hauptuntersuchung ohne verkehrsunsichere Mängel, bekommst du direkt eine neue Prüfplakette. Diese klebt der Prüfer auf dein hinteres Kennzeichen. Farbe und Zahlen der Plakette codieren das Jahr und den Monat, in dem die nächste HU fällig ist – so kann jede Kontrolle auf einen Blick erkennen, ob dein TÜV gültig ist. Die Plakettenfarben wechseln in einem festen Rhythmus über die Jahre, damit auch aus der Ferne sichtbar ist, ob ein Fahrzeug überfällig ist. Für dich heißt das: Nach bestandener HU bist du automatisch wieder für die nächsten zwei Jahre „durch“ und musst nichts weiter beantragen. Die Plakette am vorderen Kennzeichen ist übrigens etwas anderes – das ist das Zulassungssiegel der Behörde, nicht die HU-Plakette.
Was bedeuten geringe, erhebliche und verkehrsunsichere Mängel?
Bei der HU teilt der Prüfer festgestellte Mängel in Kategorien ein, und davon hängt ab, wie es für dich weitergeht. Geringe Mängel darfst du behalten und musst sie nur zeitnah beheben – du bekommst trotzdem deine Plakette. Erhebliche Mängel bedeuten: Du bekommst zunächst keine Plakette, musst den Mangel beheben lassen und dann zur Nachprüfung. Verkehrsunsichere Mängel sind der schwerste Fall – hier gibt es keine Plakette, und das Fahrzeug darf im Grunde nicht mehr am normalen Straßenverkehr teilnehmen, bis der Mangel beseitigt ist. Die gute Nachricht: Ein einzelner erheblicher Mangel bedeutet nicht automatisch eine komplett neue HU, sondern in der Regel nur eine gezielte Nachprüfung. Frag den Prüfer konkret, welche Kategorie vorliegt und welche Frist gilt.
Was kostet eine Nachprüfung nach Mängeln?
Findet der Prüfer erhebliche Mängel, bekommst du keine Plakette und musst nach der Reparatur zur Nachprüfung. Für diese Nachprüfung fällt eine zusätzliche Gebühr an, die aber deutlich niedriger ist als die komplette HU, weil nur die beanstandeten Punkte erneut kontrolliert werden. Wichtig ist das Zeitfenster: Kommst du zeitnah nach der Erstprüfung wieder, wird nur der Mangel geprüft. Wartest du zu lange, kann eine komplett neue Hauptuntersuchung nötig werden – und die ist teurer. Zu den reinen Prüfkosten kommen natürlich die Reparaturkosten in der Werkstatt, die je nach Mangel stark schwanken. Unser Tipp: Lass geringe Mängel gleich mit beheben und geh mit einem gut vorbereiteten Fahrzeug zur HU, dann sparst du dir die zweite Fahrt und die zusätzliche Nachprüfgebühr komplett.
Wo mache ich die HU – TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS?
Du hast die freie Wahl zwischen den amtlich anerkannten Prüforganisationen: TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS und ähnliche. Alle führen dieselbe gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung durch, und die ausgestellte Plakette ist überall gleichwertig. Du kannst zu einer festen Prüfstelle fahren oder die Prüfung in vielen Werkstätten machen lassen, die zu festen Terminen einen Prüfer ins Haus holen. Der Vorteil bei der Werkstatt: Kleinere Mängel lassen sich oft direkt vor Ort beheben, sodass du dir eine separate Nachprüfung sparst. Preislich liegen die Organisationen im genannten Rahmen von grob 120 bis 160 Euro für HU plus AU relativ nah beieinander, mit regionalen Unterschieden. Entscheide also nach Nähe, Wartezeit und ob du Reparaturen gleich miterledigen lassen willst.
Wie kann ich bei der HU sparen und Kosten vermeiden?
Den größten Hebel hast du nicht beim Preisvergleich, sondern bei der Vorbereitung. Ein Fahrzeug, das durchfällt, kostet dich Reparatur plus Nachprüfung – das ist teurer als jede Prüfstelle. Prüfe vor dem Termin die typischen Kandidaten: Beleuchtung vorne und hinten, Reifenprofil, Scheibenwischer, Bremswirkung, Ölstand und ob Warnleuchten dauerhaft an sind. Kleinere Dinge wie eine defekte Glühlampe kannst du oft selbst tauschen. Halte außerdem den letzten HU-Bericht bereit. Der zweitgrößte Spartipp: Überzieh den Termin nicht. Schon ab gut zwei Monaten Überziehung zahlst du für die erweiterte HU mehr und riskierst Bußgeld. Wer pünktlich und mit einem vorbereiteten Auto kommt, bleibt zuverlässig im normalen Kostenrahmen und muss kein zweites Mal antreten.
Darf ich mit abgelaufener HU noch fahren?
Rechtlich ist die Sache klar: Mit abgelaufener HU bist du überfällig und riskierst bei einer Kontrolle Verwarnungs- oder Bußgeld – gestaffelt nach der Dauer der Überziehung, ab acht Monaten sogar plus Punkt. Fahren ist zwar technisch möglich, aber du bewegst dich im Ordnungswidrigkeiten-Bereich, und dein Fahrzeug ist womöglich nicht mehr in geprüft sicherem Zustand. Besonders heikel wird es, wenn bei einem Unfall herauskommt, dass die HU deutlich überzogen war. Hat dein Fahrzeug bei der HU verkehrsunsichere Mängel und damit keine Plakette bekommen, solltest du es ohnehin nicht im normalen Verkehr bewegen, bis die Mängel behoben sind. Der einzig saubere Weg: Termin einhalten, überziehe die Fälligkeit gar nicht erst und fahr nur mit gültiger, geprüfter Plakette.
| Aspekt | Detail / Wert |
|---|---|
| Intervall Pkw | Alle 2 Jahre; Neuwagen erste HU nach 3 Jahren |
| Kosten HU + AU | Grob ca. 120–160 EUR (regional unterschiedlich) |
| Prüforganisationen | TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS o. ä. – Plakette überall gleichwertig |
| Plakette | Bei Bestehen neue Prüfplakette auf hinteres Kennzeichen; Farbe/Zahl = Fälligkeitsjahr/-monat |
| Überziehung ab 2 Monaten | Erweiterte (teurere) HU + Verwarnungsgeld ca. 15 EUR |
| Überziehung ab 4/8 Monaten | Höheres Bußgeld; ab 8 Monaten ca. 60 EUR + 1 Punkt |
| Mängel | Gering = beheben (Plakette trotzdem); erheblich = Nachprüfung; verkehrsunsicher = keine Plakette |
Häufige Fragen
Was kostet TÜV mit HU und AU 2026?
Wie oft muss mein Auto zum TÜV?
Ist die AU im TÜV-Preis enthalten?
Was passiert, wenn ich den TÜV überziehe?
Wo klebt die neue TÜV-Plakette?
Was ist der Unterschied zwischen TÜV und HU?
Was bedeuten erhebliche Mängel bei der HU?
Was kostet eine Nachprüfung?
Darf ich mit abgelaufenem TÜV fahren?
Kann ich mir die Prüforganisation aussuchen?
Wie kann ich bei der HU Geld sparen?
Jonathan B. · Herausgeber & Redaktion
Jonathan B. ist Herausgeber von kfz-zulassungs-check.de und bereitet amtliche Kfz-Daten – vom Kraftfahrzeugsteuergesetz über die Kennzeichen-Systematik bis zu offenen Fahrzeugdatensätzen – verständlich und nachprüfbar auf.
Kennzeichen-Daten aus dem offenen Datensatz openpotato/kfz-kennzeichen (Lizenz ODbL); redaktionell aufbereitet, Stand 2026. Zuletzt aktualisiert am 05.07.2026.